Berlin · Local digest
One Berlin story today you'd miss anywhere else. Skip national politics. Prefer transport, housing, council decisions, openings, and city-level policy — the things that change life for someone living in Berlin. Always cite the local outlet (e.g. Tagesspiegel, RBB) so I can read further.
Housing boom races ahead of paperwork in Berlin
1 min read
Karlshorst racecourse plan
The district is banking on 490 flats before plans are finalized.
Lichtenberg's local authority already pencilled 490 apartments into its budget for the Trabrennbahn Karlshorst site, even though the master plan process remains unfinished [Quelle: Entwicklungsstadt]. Two construction phases (170 and 320 units) are slated to launch by 2029 once development contracts are signed. The citizen group Bürgerverein Karlshorst filed a complaint, arguing core decisions are being locked in before the promised stakeholder forum even starts.
The tension between housing targets and process is becoming a pattern across Berlin.
Parking lots to towers
Berlin is swapping thousands of parking spaces for apartments.
At least seven sites across the city are converting car parks and garage land into multi-storey housing [Quelle: Entwicklungsstadt]. HOWOGE is building a 16-storey tower with 580 flats on a former bus depot in Lichtenberg (breaking ground Q4 2026), while projects in Marzahn, Reinickendorf, Pankow, and Friedrichshain add hundreds more. Replacement parking strategies vary widely by site—some offer quartier garages, others push residents toward transit.
The question is whether new bike spaces and public transport can actually replace the car culture they're displacing.
Finance chief pushes Warschauer Brücke tower
The Senate wants final permits before September's election.
Finance senator Stefan Evers is using unusual political muscle to fast-track building rights for the contested high-rise at Warschauer Brücke in Friedrichshain, stepping well outside his usual remit to ensure approval by the September vote [Quelle: Tagesspiegel]. The project faces local resistance, but the Senate appears determined to lock it in before the political landscape shifts. Pressure from the top often means shortcuts underneath.
Watch whether the next administration honours or reverses this deal.
Bureaucracy blocking 10,000 homes
Red tape is the real housing crisis, industry chief warns.
The Chamber of Commerce president Sebastian Stietzel says endless procedures and species-protection reviews are stalling over 10,000 apartments across Berlin, a gap between ambition and reality that no housing strategy can close [Quelle: Berliner Wirtschaft]. He credits the administration's reforms and streamlined building law but demands faster permitting, digital workflows that actually work, and an independent standards council to kill redundant reporting rules before new ones arrive. Without those shifts, Berlin risks building the towers while the people wait for keys.
The next Senate will inherit this audit.
Trabrennbahn Karlshorst: Bezirk rechnet mit 490 Wohnungen7 hours ago ... Das wirft die Frage auf, wie weit die Planungen tatsächlich fortgeschritten sind. Bezirk: Lichtenberg; Adresse: Treskowallee 119–163, 10318 Berlin ...entwicklungsstadt.de

Das Bezirksamt Lichtenberg berücksichtigt in einer aktuellen Vorlage bereits 490 Wohnungen für die mögliche Bebauung der Trabrennbahn Karlshorst, obwohl das Bebauungsplanverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Die geplanten Wohnungen sollen in zwei Bauabschnitten (170 und 320 Wohnungen) bis 2029 entstehen, nachdem städtebauliche Verträge geschlossen werden. Das Bezirksamt erklärte jedoch im März 2026, dass das überarbeitete städtebauliche Konzept noch nicht fertiggestellt sei und Fachgutachten ausstanden. Der Bürgerverein Karlshorst e.V. kritisiert, dass zentrale Planungspunkte bereits festzustehen scheinen, bevor der von der Bezirksverordnetenversammlung geforderte Runde Tisch seine Arbeit aufnimmt. Der Verein reichte eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein und wandte sich an die Bezirksaufsicht bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, um zu prüfen, ob das Bezirksamt die Beschlüsse der Verordnetenversammlung ausreichend umsetzt.
Hochhäuser statt Parkplätze: Hier plant Berlin Tausende Wohnungen12 hours ago ... Hochhäuser in Berlin: Wo Parkplätze und Garagen für neue Wohnungen weichen ; Hohenschönhauser Straße: 580 Wohnungen auf einem früheren Busparkplatz · Lichtenberg ...entwicklungsstadt.de

Berlin nutzt zunehmend Parkplätze und Garagenflächen für den Wohnungsbau. An mehreren Standorten entstehen Hochhäuser auf ehemaligen Parkplatzflächen: Die HOWOGE plant an der Hohenschönhauser Straße in Lichtenberg etwa 580 Wohnungen mit einem 16-geschossigen Hochhaus auf einem früheren Busparkplatz (Baubeginn Q4 2026), an der Vincent-van-Gogh-Straße 140 Wohnungen (Baubeginn Frühjahr 2027). In Marzahn entsteht an der Lea-Grundig-Straße ein 19-geschossiges Hochhaus mit 96 Wohnungen, am Helene-Weigel-Platz laufen zwei Bebauungsplanverfahren für über 500 Wohnungen. Weitere Projekte sind an der Greifswalder Straße in Pankow (13-geschossiges Hochhaus), im Märkischen Quartier in Reinickendorf (690 Wohnungen, Baugenehmigung erteilt) und an der Mollstraße in Friedrichshain (84 Wohnungen, Bau läuft). Die Projekte sehen teilweise Quartiersgaragen, Tiefgaragen oder Parkplatzersatz vor. Laut Entwicklungsstadt zeigt sich dabei ein wiederkehrendes Muster: Die Ersatzkonzepte unterscheiden sich je nach Standort und Funktion der bisherigen Parkplatzflächen, und bei mehreren Vorhaben können sich noch Gebäudehöhen, Wohnungszahlen und Zeitpläne verändern.
Finanzsenator Evers drängt auf Baurecht noch vor Berlin-Wahl17 hours ago ... „Am Rande eines Bürgerdialogs habe ich auf die Bedeutung des Vorhabens für die soziale Stadtentwicklung hingewiesen. ... Wohnungsbau auch Baurecht noch ...tagesspiegel.de

Das Berliner Finanzsenat Stefan Evers (CDU) drängt darauf, noch vor der Wahl im September Baurecht für das umstrittene Hochhaus-Projekt an der Warschauer Brücke in der Rudolfstraße zu schaffen. Der Senat versucht, das Baurecht vor der Abgeordnetenhauswahl durchzusetzen, wobei Evers sich ungewöhnlich persönlich in diesem fachfremden Vorhaben engagiert. (Tagesspiegel)
IHK-Präsident im Interview: "Die Empörung ist weiterhin groß"16 hours ago ... Wenn wir beim Bürokratieabbau nicht vorankommen, werden wir zum Beispiel auch beim Wohnungsbau keine Fortschritte erzielen. ... berliner.wirtschaft@berlin.ihk.deberliner-wirtschaft.de

Der IHK-Präsident Sebastian Stietzel bewertet die Verwaltungsreform und vereinfachte Baugesetze positiv, kritisiert aber die weiterhin überbordende Bürokratie und fordert konsequente Umsetzung der Verwaltungsreform mit digital funktionierenden Verfahren und schnelleren Baugenehmigungen. Laut Stietzel verhindern überlange Verfahren und Artenschutzdebatten derzeit den Bau von mehr als 10.000 Wohnungen, weshalb die Ambition beim Wohnungsbau und die Realität weit auseinanderklaffen. Die IHK schlägt vor, alle speziellen Berliner Berichts- und Dokumentationspflichten grundsätzlich auslaufen zu lassen und neue Vorschriften nur unter Abbau bestehender Regelungen einzuführen, was auf einem unabhängigen Normenkontrollrat basieren könnte.